MAX FRIELING:

1943 in Klagenfurt/Österreich geboren. Vater Vermessungsingenieur , Mutter Fotografin.
1945 Rückkehr nach Deutschland. Schulbesuch und Lehre als Schaufensterdekorateur mit Kaufmannsgehilfenprüfung.
1961 Tramptour mit Freunden nach Afrika, Ägypten, Griechenland, Libyen, Tunesien  - mit einem Budget  von DM 400!  
Letzte Station ist die Schweiz mit einem kleinen Job, der vor dem Verhungern bewahrt.
1962  Rückkehr nach Deutschland. Einstieg zum Ausstellungsbau in Köln. Mit seinem zeichnerischen Können, dem Flair für dreidimensionales Gestalten, findet Max erfolgreich seinen eigenen Stil. Architektur, Grafik, Typografie, Bildsprache, Design, Innenausbau und Kunstströmungen faszinieren ihn und mit seinem enormen Wissensdurst saugt er sich voll mit Kunst - wie ein Schwamm. 
1971 Gründung der eigenen Firma  “Form + Gestaltung“. Was klein anfängt, wird bald zur führenden Ausstellungsbaufirma.
Einer der Kunden, Lufthansa, trägt viel zum Erfolg bei. Mit seinem Freund kauft er sein erstes Segelschiff in Sri Lanka.
Es folgen abenteuerliche Segeltörns und die erstmalige Besichtigung des Hauses im Kastro auf Naxos, Griechenland.
1983 verkauft er seine Firma mit einem Übergangsarrangement und veräußert auch das gut proportionierte Kalksandsteinhaus in Leverkusen.
1988 zieht er mit seiner Frau Anna ins eigene, selbst renovierte Haus im Kastro auf Naxos.
Im Jahr 2000 baut er ein neues, weisses Haus in Engares.

Nun ein paar Worte zu meinem Künstlerfreund Max, seiner Begeisterung und seinem inneren Feuer.
Er ist in wenigen, prägnanten Begriffen zu beschreiben:  wortkarg, griechisch-knorrig, bescheiden, liebenswert, sympathisch
und beseelt vom Kreativen. Sein Spektrum ist vielfältig: trotz Künstlerseele auch ein Sportler. Er surft, taucht, spielt Tennis, macht Segeltörns mit oder ohne Gäste zwischen den Ägäisinseln.  Er beschäftigt sich mit Möbeldesign, und vor allem frönt er seiner ganz großen Liebe und Entdeckung, der Bearbeitung von Marmor. Die  Arbeiten sind klar und in der Form auf das Wesentlichste reduziert.
Seine Illuminations-Objekte aus bis zu 1 cm dünnem Marmor nähern  sich mit ihren Leucht-Quellen dem griechischen Licht. 
Kieselsteine, zur Hälfte geteilt,  bringt er  zum  Leuchten. Die Marmor-Papierserie und  -Faltungen simulieren Leichtigkeit.
Mit ihrer formalen Spannung, den Durchbrüchen und Einschüssen sind seine Skulpturen beeindruckend und faszinierend. 
Sein neues,  großes Werk, 9 Tonnen schwer:  Ein drehbares Marmor-Ei.
Total verblüfft stehe ich vor dem kolossalen Monument und komme nicht aus dem Staunen heraus
über die Dimension und das handwerkliche und gestalterische Können.
Beim Drehen des Objektes verändert sich die Formgebung der Sicht – vom Kreis zum Oval, zur Ellipse.
Um es kurz zu sagen: Max, Marmor und Naxos sind eine großartige Symbiose.

 

Text: Adi + Barbara Lipp, Zürich/CH                                                                   

Empfohlener Link: www.karpontinibros.gr

 

 


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